Deutsch-syrisches Abkommen zur Katastrophenhilfe: Ausbau von Notfallkapazitäten und institutioneller Wiederaufbau in Syrien

 

BAZNEWS/Mohamad ALHUSSEIN

In einem bedeutenden Schritt zur internationalen Unterstützung Syriens im Bereich Krisenmanagement haben der syrische Minister für Notfall- und Katastrophenmanagement Raed Al-Saleh und der deutsche Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand am Freitag in Berlin statt.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Fähigkeiten Syriens im Bereich Katastrophenschutz und zivile Sicherheit zu stärken. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, die technische Unterstützung sowie logistische Hilfe leisten wird.

Das Abkommen umfasst konkrete Maßnahmen zur Modernisierung der Notfallausrüstung, zum Wiederaufbau von Leitstellen sowie zur Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit bei Krisen und Naturkatastrophen. Diese Maßnahmen gelten als entscheidend angesichts der anhaltenden Herausforderungen in Syrien.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung von freiwilligen Helfern. Syrische Freiwillige sollen nach deutschen Standards geschult werden, um ihre Einsatzfähigkeit deutlich zu erhöhen. Gleichzeitig sollen klare organisatorische Strukturen geschaffen werden, um das Ehrenamt nachhaltig zu stärken.

Bundesinnenminister Dobrindt betonte, dass Deutschland Syrien beim Wiederaufbau und in der Katastrophenhilfe aktiv unterstütze. Eine funktionierende zivile Schutzstruktur sei essenziell für Stabilität und langfristige Entwicklung. Die Erfahrungen des THW in internationalen Einsätzen würden hierbei gezielt eingebracht.

Der syrische Minister Al-Saleh hob hervor, dass die Vereinbarung zur Stärkung des Vertrauens zwischen Bevölkerung und staatlichen Institutionen beitrage. Eine effektive Notfallversorgung sei ein Schlüssel zur gesellschaftlichen Stabilisierung.

Finanziert wird das Projekt überwiegend durch das Auswärtige Amt Deutschlands. Es baut auf Erfahrungen aus ähnlichen Projekten in Ländern wie Jordanien, Tunesien und dem Irak auf.

Das Technische Hilfswerk zählt mit rund 88.000 Ehrenamtlichen zu den größten Freiwilligenorganisationen weltweit und ist sowohl national als auch international im Einsatz – unter anderem im Rahmen von EU- und UN-Missionen.

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Beobachter sehen in diesem Abkommen einen wichtigen Schritt hin zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit mit Syrien im humanitären Bereich, der langfristig zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau des Landes beitragen könnte.


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