برلين – baznews.net
وصفت الكاتبة والصحفية الألمانية كريستين هيلبرغ، المتخصصة في الشأن السوري والمتزوجة من سوري وتجيد العربية، ما يجري في جنوب سوريا بأنه “مأساة شاملة تطال جميع مكونات المجتمع السوري”، مشددة على أن “المجازر والجرائم ضد المدنيين يجب أن تتوقف فوراً”، وداعية لإدخال المساعدات الإنسانية دون تأخير.
وفي منشور مطول، دعت هيلبرغ إلى “عدم الانجرار وراء الفتن الطائفية والمناطقية”، مؤكدة أن جميع الأطراف في الجنوب، من وحدات درزية بقيادة حكمت الهجري، إلى البدو، إلى بعض المتطرفين السنّة، “جناة وضحايا في آنٍ واحد”، وأن على السوريين أن يتذكروا أنهم “عانوا 54 عاماً تحت حكم الأسد، وقاتلوا معاً 14 عاماً من أجل الحرية”.
وأضافت:
“إذا سمحتم لأنفسكم أن تُقسموا الآن، فقد انتصر الأسد — وانتصر معه الإسرائيلي، الذي لطالما سعى إلى تقسيم سوريا وإضعافها”.
وتابعت هيلبرغ في تحليلها للمشهد المعقد في الجنوب السوري قائلة إن “ليس كل الدروز يدعمون الهجري”، وإن المجلس العسكري الذي شكله الأخير يضم شخصيات أمنية سابقة من النظام، ويعمل لأهداف سلطوية وتجارية، من بينها تهريب المخدرات. وأضافت أن “الهجري لا يزال يلعب لعبة النظام القذرة: يهاجم السنّة لإشعال الفتن، وتخويف الأقليات، وربطهم به”.
وفي المقابل، شددت هيلبرغ على أن الغالبية الساحقة من السنّة ليسوا متطرفين، وأن الحكومة المؤقتة بقيادة أحمد الشرع لا تدعو إلى العنف. لكنها لفتت إلى وجود عناصر جهادية داخل قوى الأمن الوطني تمارس الطائفية، معتبرة أن “داعش هو العدو المشترك لكل السوريين”.
وعن الدور الإسرائيلي، قالت هيلبرغ:
“الحكومة الإسرائيلية لا تعمل على حماية الدروز أو الأكراد كما يروّج البعض، بل تسعى لتقسيم سوريا، وتستخدم التوترات لخدمة أهدافها الاستراتيجية، عبر أكثر من ألف غارة واستيلاء وتوسّع في الجولان المحتل”.
وانتقدت هيلبرغ بعض المسؤولين والخبراء الألمان وممثلي منظمات حقوقية “لا يفهمون تعقيدات الوضع السوري”، معتبرة أن:
- المساواة بين المعارضة المعتدلة وداعش خطأ كارثي.
- الحديث فقط عن “حماية الأقليات” دون الالتفات إلى معاناة السنّة يزيد الانقسام.
- تصوير إسرائيل كـ”قوة حماية” يهدد النسيج السوري ويعمّق الشروخ.
وأشارت هيلبرغ إلى أن مليون سوري يعيشون في ألمانيا، بكل تنوعاتهم الدينية والعرقية، وهم يطالبون بالأمان ورفع العقوبات والعدالة، محذّرة من أن التوترات السورية ستنعكس على الداخل الألماني إذا لم يتم التعامل معها بمسؤولية.
وختمت بالقول:
“إذا لم يتمكن السوريون في المهجر من التظاهر معاً ضد الجرائم في السويداء والمطالبة بالحماية من جهة حيادية ذات مصداقية، فلدينا مشكلة حقيقية. انتبهوا لكلماتكم، لا تعمموا، وابحثوا عن الحلفاء لرؤية سوريا موحدة، ديمقراطية، خاضعة لحكم القانون، وتضم الجميع.”
Hilberg: Was im Süden Syriens geschieht, ist eine nationale Tragödie – alle Syrer sind zur Einheit aufgerufen
Berlin – baznews.net
Die deutsche Journalistin und Nahost-Expertin Kristin Helberg, die mit einem Syrer verheiratet ist und fließend Arabisch spricht, hat die jüngsten Entwicklungen im Süden Syriens als “gesamt-syrische Tragödie” bezeichnet. In einem ausführlichen Beitrag forderte sie ein sofortiges Ende der Gewalt gegen Zivilisten sowie den ungehinderten Zugang zu Lebensmitteln und medizinischer Hilfe in der Region.
Helberg warnte eindringlich vor sektiererischen und ethnischen Spaltungen. Alle beteiligten Gruppen – die drusischen Einheiten unter der Führung von Hikmat al-Hijri, Beduinen sowie sunnitische Extremisten innerhalb und außerhalb der Nationalen Sicherheitskräfte – “tragen Verantwortung, sind Täter und Opfer zugleich.”
Sie rief die Syrer zur Einheit auf:
„Ihr habt gemeinsam 54 Jahre unter dem Assad-Regime gelitten und 14 Jahre gemeinsam für Freiheit und Würde gekämpft – mit oder ohne Waffen. Wenn ihr euch jetzt spalten lasst, dann hat Assad gesiegt – und mit ihm Israel.“
Helberg betonte, dass nicht alle Drusen hinter Hikmat al-Hijri stehen. Viele Mitglieder seines sogenannten „Militärrats“ seien frühere Generäle des Assad-Regimes, und sein Kampf diene nicht dem Schutz der Drusen, sondern der Sicherung von Macht und Drogengeschäften im Süden. „Hijri spielt weiterhin das schmutzige Spiel Assads: Er greift Sunniten an, um Rachegelüste zu wecken, Massaker zu provozieren und Minderheiten durch Angst an sich zu binden.“
Gleichzeitig hob Helberg hervor, dass die Mehrheit der Sunniten keine Islamisten sind – und dass Islamisten nicht gleichbedeutend mit dem IS seien. Die von Ahmad al-Shar‘ geführte Übergangsregierung habe nichts mit Terror zu tun. Aber innerhalb der Sicherheitskräfte gäbe es einzelne dschihadistische Zellen und Anhänger des IS, die ihre sektiererische Ideologie gegen Drusen, Alawiten, Kurden oder Christen richten – fälschlicherweise im Namen der Revolution.
„Diese Extremisten müssen entwaffnet und zur Rechenschaft gezogen werden. Der IS ist der gemeinsame Feind aller Syrer – und aller Völker in der Region.“
Zur Rolle Israels erklärte Helberg, dass die israelische Regierung aktiv an einer Spaltung Syriens arbeite. Führende israelische Politiker hätten dies offen ausgesprochen: Ein in kleine autonome Regionen zerfallenes Syrien sei schwächer und damit leichter kontrollierbar. Doch Helberg warnte:
„Das Gegenteil ist der Fall – lokale Milizen und nichtstaatliche Akteure sind unberechenbar und keine Partner für langfristige Stabilität. Israel nutzt Syriens innere Konflikte für seine eigenen Interessen.“
Seit dem faktischen Sturz Assads habe Israel über 1000 Luftangriffe geflogen, sein Militär im besetzten Golan ausgebaut und damit den Drusen und Kurden keinen Gefallen getan – im Gegenteil:
„Sie erscheinen dadurch als Verräter und geraten in Gefahr.“
Helberg kritisierte zudem scharf einige deutsche Politiker, Experten und sogar Menschenrechtsorganisationen, die die komplexe Realität Syriens verkennen. Wer:
- die Übergangsregierung von Shar‘ mit dem IS gleichsetzt,
- nur von „Schutz der Minderheiten“ spricht und die Sunniten ignoriert,
- Israel als „Schutzmacht“ stilisiert,
„der fördert Spaltung und Hass – auch in Deutschland, wo über eine Million Syrer leben: Araber, Kurden, Sunniten, Christen, Drusen, Alawiten.“
Viele von ihnen seien froh über das Ende der Diktatur und fordern Sicherheit, Gleichheit und die Aufhebung der Sanktionen.
Abschließend schrieb Helberg:
„Wenn es uns nicht gelingt, gemeinsam gegen die Gräueltaten in Suwaida zu protestieren und eine neutrale, glaubwürdige Schutzmacht zu fordern, haben wir ein ernsthaftes Problem. Achtet auf eure Worte, verallgemeinert nicht, und sucht Verbündete für eine gemeinsame Vision: ein geeintes, demokratisches Syrien, in dem Rechtsstaatlichkeit gilt und alle dazugehören.“